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Zuletzt geprüft am 10.10.2026

Fragen, die man vorher stellen sollte.

Eine Agentur auszusuchen heißt, jemanden für etwas zu bezahlen, das man selbst nicht beurteilen kann. Diese zehn Fragen schließen die Lücke.

Das Unangenehme an der Agenturwahl: Sie müssen Fachkunde einkaufen, die Sie nicht haben — und genau deshalb können Sie schlecht prüfen, ob die Gegenseite sie hat. Portfolios helfen nur bedingt, denn schön aussehen können viele.

Die folgenden Fragen prüfen nicht das Können, sondern die Haltung. Erfahrungsgemäß sagt die mehr über den Verlauf eines Projekts aus.

Die zehn Fragen

1. „Wem gehört die Website am Ende?" Gute Antwort: Ihnen, mit Domain, Dateien und Zugängen. Schlechte Antwort: Ausweichen, oder „solange Sie Kunde sind".

2. „Auf welchem System bauen Sie, und warum?" Gute Antwort: eine Begründung, die mit Ihrem Fall zu tun hat. Schlechte Antwort: „Wir machen alles mit X" — dann bekommen Sie X, egal ob es passt.

3. „Wer schreibt die Texte?" Die Frage, an der die meisten Projekte hängenbleiben. Wenn sie im Erstgespräch nicht kommt, hat die Agentur wenige Projekte zu Ende gebracht.

4. „Was passiert, wenn die Seite ausfällt?" Gute Antwort: eine Telefonnummer, eine Reaktionszeit, ein Sicherungskonzept. Schlechte Antwort: „Das passiert nicht."

5. „Was kostet es, wenn ich später etwas ändern will?" Pflegen Sie selbst oder zahlen Sie Stunden? Beides ist in Ordnung, aber es muss vorher feststehen.

6. „Welche laufenden Kosten kommen auf mich zu?" Hosting, Wartung, Lizenzen, Erweiterungen, Zahlungsgebühren. Wer hier nur Hosting nennt, hat die Rechnung nicht zu Ende gemacht.

7. „Zeigen Sie mir ein Projekt, das schiefgegangen ist." Die aufschlussreichste Frage überhaupt. Wer in zehn Jahren nie etwas falsch gemacht hat, hat entweder wenig gemacht oder erzählt nicht die Wahrheit.

8. „Wer arbeitet tatsächlich an meinem Projekt?" Bei kleinen Anbietern meist dieselbe Person, die im Gespräch sitzt. Bei größeren nicht — fragen Sie trotzdem nach einem Namen.

9. „Was brauchen Sie von mir, und bis wann?" Ein guter Anbieter nennt Ihnen Ihre eigenen Hausaufgaben mit Terminen. Wer das nicht tut, wird später Sie für die Verzögerung verantwortlich machen.

10. „Was würden Sie an meiner jetzigen Seite zuerst anfassen?" Dauert zwei Minuten und zeigt, ob jemand hingesehen hat.

Drei Warnzeichen

Zahlen ohne Herkunft. „Wir steigern Ihren Umsatz um 40 %" ist keine Zusage, die jemand einhalten kann. Seriöse Anbieter sagen, was sie tun, nicht was dabei herauskommt.

Garantierte Platz-1-Rankings. Niemand kann Google etwas garantieren. Wer es trotzdem tut, verkauft entweder Unsinn oder meint eine Suchanfrage, nach der ohnehin niemand sucht.

Verträge mit langer Laufzeit vor dem ersten Entwurf. Eine Bindung über Jahre, bevor überhaupt etwas geliefert wurde, verschiebt das gesamte Risiko auf Sie.

Was eine Agenturgröße bedeutet

Klein heißt: kurze Wege, persönliche Bindung, direkter Draht zum Macher — und ein Ausfallrisiko, wenn diese Person krank wird. Groß heißt: Vertretung und Prozesse — und die Gefahr, dass Ihr Auftrag der kleinste im Haus ist.

Beides lässt sich prüfen. Fragen Sie den Kleinen, was bei Ausfall passiert, und den Großen, wie viele Projekte Ihrer Größe er im letzten Jahr gemacht hat.

Und zu uns

Wir sind ein Einzelunternehmen aus Altensteig-Walddorf und machen seit Jahren Websites, Shops und Software für Betriebe im Nordschwarzwald. Was wir schon gebaut haben, steht bei den Referenzen — mit Namen, nicht als Platzhalter.

Fragen Sie uns die zehn Punkte oben ruhig ab. Wenn eine Antwort Ihnen nicht gefällt, ist das ein gutes Ergebnis des Gesprächs.

Kurz beantwortet

Häufige Rückfragen.

Es hilft, ist aber kein Muss. Vor Ort zu sein zahlt sich bei Fotos, Schulungen und Abstimmung aus. Für die reine Umsetzung ist Erreichbarkeit wichtiger als Entfernung.
Zwei bis drei. Mehr bringt wenig, weil die Angebote selten vergleichbar sind. Vergleichbar werden sie erst, wenn Sie allen dieselbe Leistungsbeschreibung geben.
Üblich sind Teilzahlungen: ein Teil bei Auftrag, ein Teil nach Freigabe des Entwurfs, der Rest nach Livegang. Vollständige Vorkasse ist bei größeren Projekten unüblich.
Rufen Sie eine der gezeigten Seiten auf. Steht die Agentur im Impressum oder im Fußbereich? Läuft die Seite noch? Ein Portfolio voller Entwürfe, die nie online gingen, ist kein Portfolio.
Ja, und gute Anbieter nennen Ihnen welche. Erwarten Sie nur nicht, dass man Ihnen die schwierigsten Projekte als Referenz gibt.
Passt dazu
Wenn Sie nicht weiterkommen

Wir sehen es uns an.

Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

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