GompperDigitalagentur

Start  /  Ratgeber  /  Zusammenarbeit

Zuletzt geprüft am 10.10.2026

Drei Wege. Keiner davon immer richtig.

Wix, der Neffe, der Nebenberufliche, die Agentur: Jeder dieser Wege funktioniert — für eine bestimmte Art von Vorhaben. Hier steht, für welche.

Wir sind eine Agentur, also haben wir ein Interesse an dieser Frage. Deshalb vorweg: Wir haben mehrfach Kunden zum Baukasten geschickt, weil ihr Vorhaben dort besser aufgehoben war. Ein Projekt, das sich nicht rechnet, macht beiden Seiten keine Freude.

Die Entscheidung hängt an drei Dingen: wie viel Zeit Sie selbst einbringen können, wie individuell es werden muss, und was passiert, wenn in zwei Jahren etwas kaputtgeht.

Der Baukasten

Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS: Sie klicken selbst zusammen, zahlen monatlich, und es steht am Wochenende.

Gut, wenn Sie eine überschaubare Seite brauchen, gern selbst schrauben und mit vorgegebenen Mustern leben können. Für den Verein, das Nebengewerbe, die Seite, die vor allem Adresse und Öffnungszeiten zeigt, ist das eine vernünftige Wahl.

Schlecht, wenn Sie besondere Abläufe abbilden wollen, eine Anbindung an Ihre Software brauchen oder später umziehen wollen. Der Umzug ist der Punkt, an dem Baukästen teuer werden: Die Inhalte bekommen Sie heraus, die Seite nicht. Gebaut wird neu.

Ehrlich gerechnet: 20 € im Monat sind 720 € in drei Jahren — plus Ihre Zeit. Wer dreißig Stunden hineinsteckt, hat nicht billig gearbeitet, sondern nur anders bezahlt.

Der Freelancer

Eine Person, die das kann, oft nebenberuflich, oft über Empfehlung.

Gut, wenn Sie jemanden gefunden haben, der zuverlässig ist, und das Vorhaben überschaubar bleibt. Preis und Nähe sind unschlagbar, Sie reden direkt mit dem, der es baut.

Schlecht, wenn die Person Ihr einziger Zugang zu Ihrer eigenen Website ist. Wir übernehmen regelmäßig Seiten, bei denen niemand mehr weiß, wo die Domain liegt, wer das Hosting zahlt und wie man sich einloggt — weil derjenige, der es wusste, inzwischen etwas anderes macht.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht der Stundensatz, sondern: Läuft das Hosting auf Ihren Namen? Haben Sie die Zugänge? Ist die Seite auf einem gängigen System gebaut oder auf einer Eigenkonstruktion, die nur einer versteht?

Die Agentur

Mehrere Leute, Vertrag, Rechnung, Ansprechpartner.

Gut, wenn das Vorhaben über eine Visitenkarte hinausgeht, wenn Technik dranhängt, oder wenn Sie schlicht keine Zeit haben, selbst zu treiben. Agenturen sind vor allem dafür da, Ihnen Entscheidungen und Nachlauf abzunehmen.

Schlecht, wenn Sie an die Falsche geraten. Große Agenturen setzen kleine Projekte gern ans Ende der Warteschlange; Vertriebsagenturen verkaufen, was im Paket ist, nicht was Sie brauchen.

Was eine Agentur rechtfertigt: dass sie da ist, wenn etwas ist. Nicht die schöneren Entwürfe — die kann ein Freelancer genauso — sondern die Erreichbarkeit über Jahre, Vertretung im Urlaub und ein Betrieb, der nicht an einer Person hängt.

Die ehrliche Einordnung

Faustregel aus der Praxis: Unter fünf Seiten ohne Technik dahinter ist ein Baukasten selten falsch. Sobald Formulare, Buchungen, Shop oder eine Anbindung an Ihre Verwaltung ins Spiel kommen, wird er teurer als er aussieht.

Und unabhängig vom Weg gilt dasselbe: Die Domain läuft auf Ihren Namen, Sie haben die Zugänge, und Sie können jederzeit mit allem gehen. Wer Ihnen das nicht zusichert, hat einen anderen Plan als Sie.

Kurz beantwortet

Häufige Rückfragen.

Nicht grundsätzlich. Moderne Baukästen bauen sauberes HTML und sind schnell genug. Die üblichen Rankingprobleme liegen woanders: zu wenig Inhalt, keine eigenen Seiten für die eigenen Leistungen, kein Google-Unternehmensprofil.
Ja, aber als Neubau. Texte und Bilder nehmen Sie mit, die Seite selbst nicht. Wer das von Anfang an weiß, kann den Baukasten bewusst als Zwischenlösung nutzen.
Wenn Sie nicht beantworten können, wo Domain und Hosting liegen und wie man ohne ihn an die Seite kommt. Das lässt sich in zehn Minuten klären — und danach schläft man besser.
Rechnen Sie die Laufzeit aus und fragen Sie, was nach Ablauf passiert. Oft sind das 48 Monate, in denen Sie eine Seite mieten, die Ihnen nie gehört. Das kann passen — aber es ist ein Mietvertrag, kein Kauf.
Ja. Wir sagen aber im Erstgespräch, wenn wir denken, dass ein anderer Weg für Sie günstiger ist.
Wenn Sie nicht weiterkommen

Wir sehen es uns an.

Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

WhatsApp