Eine große Zahl ist noch kein Grund.
WordPress 7.0 kam im Mai 2026. Die Frage ist nicht, ob Sie umsteigen, sondern wann — und was vorher geprüft gehört.
WordPress 7.0 mit dem Codenamen „Armstrong" ist am 20. Mai 2026 erschienen. Ein Sprung auf eine neue Hauptversionsnummer klingt nach Umbruch; technisch ist es eine Weiterentwicklung der Linie, die mit dem Blockeditor begonnen hat.
Für Betreiber heißt das: kein Grund zur Eile, aber auch keiner, es auszusitzen. Und ein paar Punkte, die man vorher ansehen sollte.
Was mit 7.0 dazugekommen ist
- Gemeinsames Bearbeiten — mehrere Personen können an einem Beitrag arbeiten, ohne sich gegenseitig zu überschreiben
- Eine Schriftverwaltung im Backend, mit der sich Schriften verwalten und — wichtig für den Datenschutz — lokal ausliefern lassen
- Eine Symbolbibliothek und neue Blöcke, darunter Brotkrumen und ein Navigations-Overlay
- Weiche Übergänge zwischen Seiten (View Transitions)
- Eine Verbindungsverwaltung für externe Dienste
- Eine Schnittstelle für KI-Anbieter, über die Erweiterungen einheitlich an Modelle andocken können
Die ehrliche Zusammenfassung für einen normalen Unternehmensauftritt: Das gemeinsame Bearbeiten ist nützlich, wenn mehrere Leute pflegen. Die Schriftverwaltung spart Arbeit. Der Rest fällt im Alltag kaum auf.
Wer Probleme bekommt
Seiten mit vielen Erweiterungen. Je mehr Plugins, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eines nicht mitkommt. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern wie gepflegt die einzelnen sind: Ein Plugin ohne Aktualisierung seit zwei Jahren ist die Gefahrenquelle, nicht das mit wöchentlichen Updates.
Seiten mit altem Theme. Klassische Themes funktionieren weiter, aber neue Funktionen setzen zunehmend Block-Themes voraus. Irgendwann wird aus „läuft noch" ein „hängt fest".
Seiten mit Baukasten-Plugins. Die großen Seitenbaukästen bringen eigene Welten mit und hinken bei Hauptversionen gelegentlich hinterher. Hier lohnt sich besonders, die Freigabe des Herstellers abzuwarten.
Alte PHP-Versionen. Jede WordPress-Hauptversion hebt die Anforderungen an. Wer auf einem alten PHP sitzt, braucht zuerst dort ein Update — und das ist der häufigere Stolperstein.
Die Reihenfolge, die wir empfehlen
1. Nicht am Erscheinungstag. Die ersten Pflegeversionen räumen die üblichen Kanten weg. Ein paar Wochen Abstand sind keine Faulheit, sondern Risikomanagement.
2. Sicherung anlegen — Dateien und Datenbank, und zwar eine, die sich nachweislich zurückspielen lässt.
3. Auf einer Kopie testen. Eine Vorschauumgebung kostet bei den meisten Hostern nichts und erspart den Ernstfall auf der Live-Seite.
4. Erweiterungen prüfen, bevor Sie den Kern anfassen: Steht bei jeder eine Freigabe für die neue Version?
5. Nach dem Update durchklicken — Startseite, Formular, Shop-Korb, Terminbuchung, eine Unterseite, das Backend. Besonders Formulare: Dass eine Zuschrift nicht mehr ankommt, merkt man sonst erst Wochen später.
Automatische Updates — ja oder nein?
Für Sicherheits- und Pflegeversionen: ja, unbedingt. Für Hauptversionen: nein, sondern bewusst und mit Sicherung davor.
Genau so handhaben wir es in der Wartung: kleine Updates zeitnah und automatisch, große geplant, getestet und mit einem Rückweg.
Und die Grundsatzfrage
Wenn Ihre Seite seit Jahren mit zwanzig Erweiterungen und einem gekauften Theme läuft, das Sie nie wollten, ist ein Hauptversionssprung der Moment, die Grundsatzfrage zu stellen: aufräumen oder neu bauen?
Wir bauen Unternehmensseiten häufig ohne Redaktionssystem — schneller, sicherer, nichts zu aktualisieren. Für Seiten, die oft selbst gepflegt werden, bleibt WordPress die vernünftige Wahl. Was zu Ihnen passt, klären wir im Erstgespräch.
Häufige Rückfragen.
Woher die Angaben stammen.
Zuletzt geprüft am 10.10.2026. Bei Themen mit Fristen prüfen wir die Angaben regelmäßig nach — ein veralteter Ratgeber ist schlimmer als keiner.
Wir sehen es uns an.
Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.