Was passiert, wenn niemand hinsieht.
Eine Website ist Software. Sie altert, auch wenn sich auf ihr nichts ändert — und der Zeitpunkt, an dem das auffällt, sucht sich selbst aus, wann er kommt.
Die häufigste Anfrage, die wir zu fremden Seiten bekommen, beginnt mit: „Unsere Seite ist plötzlich weg." Selten ist es ein Angriff. Meistens ist es ein PHP-Update beim Hoster, das eine seit Jahren nicht aktualisierte Erweiterung nicht überlebt hat.
Wartung ist deshalb kein Abo für ein gutes Gefühl, sondern die Arbeit, die verhindert, dass aus einer kleinen Unverträglichkeit ein Ausfall wird.
Was dazugehört
Updates. System, Erweiterungen, Theme — bei WordPress und Shopware regelmäßig, und zwar nach einem Blick in die Änderungsliste, nicht blind. Sicherheitslücken in verbreiteten Erweiterungen werden binnen Tagen automatisiert ausgenutzt.
Sicherungen, die man zurückspielen kann. Täglich, mehrere Stände, an einem anderen Ort als die Website. Entscheidend ist nicht das Sichern, sondern dass jemand die Rückspielung schon einmal gemacht hat — siehe Datensicherung.
Erreichbarkeitsprüfung. Ein Dienst, der alle paar Minuten anklopft und meldet, wenn die Seite steht. Sonst erfahren Sie es von einem Kunden, im besten Fall.
Zertifikat und Domainlaufzeit. Beides läuft automatisch — bis es das einmal nicht tut.
PHP- und Serverversionen. Hoster heben die Versionen an, und alte Erweiterungen kommen nicht mit. Wer das Datum kennt, testet vorher.
Formulare prüfen. Das am häufigsten unbemerkte Problem überhaupt: Das Kontaktformular meldet „Danke", und die Mail kommt seit elf Wochen nirgends an. Ein Testversand im Monat.
Tote Links und fehlende Seiten. Nach jedem größeren Eingriff.
Rechtstexte im Blick behalten. Impressum und Datenschutzerklärung veralten, wenn sich Gesetze oder eingesetzte Dienste ändern.
Was keine Wartung ist
Inhaltliche Änderungen — neue Texte, neue Seiten, neue Bilder — sind Arbeit am Inhalt, nicht am Betrieb. Manche Verträge enthalten ein Stundenkontingent dafür, viele nicht.
Das ist kein Haken, sondern eine Frage der Klarheit: Im Vertrag sollte stehen, was inbegriffen ist und was nach Aufwand geht. „Wartung inklusive Änderungen" ohne Mengenangabe ist für beide Seiten unangenehm.
Was ein Jahr ohne Wartung anrichtet
Nach etwa sechs Monaten: veraltete Erweiterungen mit bekannten Lücken. Nach einem Jahr: das System hinkt mehrere Hauptversionen hinterher, ein Update in einem Schritt wird riskant. Nach zwei Jahren: Der Hoster schaltet die alte PHP-Version ab, und die Seite ist weiß.
Der unangenehme Teil ist, dass der Aufholaufwand nicht linear wächst. Zwei Jahre Rückstand aufzuholen kostet deutlich mehr als zwei Jahre Wartung gekostet hätten — und manchmal ist der Neubau billiger.
Was es kostet
Bei uns beginnt Wartung bei 49 € im Monat, Hosting ab 9,90 €. Was dafür passiert, steht oben in der Liste.
Vergleichen lohnt sich nur mit Leistungsbeschreibung. Ein Angebot für 19 € im Monat ist nicht automatisch schlechter — aber lesen Sie nach, ob Sicherungen, Rückspielung im Ernstfall und eine Reaktionszeit enthalten sind oder ob es ein reines Update-Abo ist.
Die eine Frage, die Sie jedem Anbieter stellen sollten: Was passiert, wenn die Seite um neun Uhr morgens steht — wen rufe ich an, und was kostet das dann?
Wenn Sie es selbst machen
Völlig legitim, besonders bei kleinen Seiten. Dann brauchen Sie drei Dinge: einen festen Termin im Kalender (monatlich, nicht „wenn Zeit ist"), eine Sicherung vor jedem Update, und eine Liste, was Sie prüfen — Startseite, Formular, eine Unterseite, der Shopkorb.
Und eine ehrliche Selbsteinschätzung: Wenn der Termin dreimal hintereinander verschoben wurde, ist das die Antwort auf die Frage, ob Sie es selbst machen sollten.
Häufige Rückfragen.
Wir sehen es uns an.
Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.