Vier Stufen, eine Entscheidung.
Shopware hat das Lizenzmodell in den letzten Jahren mehrfach umgebaut. Wer heute startet, sollte wissen, was er wählt — und was ihn der Wechsel später kostet.
Die alte Aufteilung in Community, Professional und Enterprise gibt es nicht mehr. Seit 2024 rechnet Shopware monatlich statt mit Kauflizenzen, und die Stufen heißen anders.
Stand Herbst 2026 sieht das Angebot so aus — mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Shopware diese Bedingungen schon mehrfach geändert hat. Prüfen Sie die aktuellen Lizenzbedingungen, bevor Sie auf eine Zahl aus einem Blogbeitrag bauen, auch auf unsere.
Die Stufen
- Community — ohne Lizenzkosten, quelloffen. Voller Funktionsumfang des Kerns, keine Hersteller-Unterstützung, keine der kommerziellen Zusatzfunktionen.
- Rise — ab rund 600 € im Monat. Die Einstiegsstufe mit Support und kommerziellen Erweiterungen.
- Evolve — ab rund 2.400 € im Monat. Für größere Händler, mit erweiterten Funktionen.
- Beyond — individuell bepreist, im oberen vierstelligen Bereich pro Monat.
Ein Punkt, der in Beratungsgesprächen regelmäßig untergeht: An die freie Community-Edition sind Lizenzbedingungen geknüpft, und es wird von einer Umsatzgrenze berichtet, ab der sie nicht mehr frei nutzbar sein soll. Lassen Sie sich den aktuellen Lizenztext zeigen, bevor Sie einen wachsenden Shop darauf aufbauen.
Wann die Community-Edition reicht
Für die meisten kleinen und mittleren Shops: länger, als Vertriebsgespräche nahelegen. Der Kern kann Artikel, Varianten, Kategorien, Erlebniswelten, Kundenkonten, Gutscheine, Versand- und Zahlungsarten, Mehrsprachigkeit und Steuerlogik.
Was fehlt, sind überwiegend Funktionen für größere Organisationen: erweiterte B2B-Abläufe, bestimmte Automatisierungen, Mandantenfähigkeit in größerem Stil — und der Support des Herstellers.
Der ehrliche Hinweis dazu: Ohne Herstellersupport brauchen Sie jemanden, der den Shop betreut. Das ist keine Lücke, sondern eine Verlagerung der Kosten — und oft die günstigere, weil Ihr Dienstleister Ihren Shop kennt und die Hotline nicht.
Woran man merkt, dass es nicht mehr reicht
- Sie bauen die dritte Erweiterung nach, um etwas abzubilden, das in einer höheren Stufe enthalten wäre
- Sie brauchen echte B2B-Abläufe: Kundenpreise, Bestellfreigaben, Angebotsfunktion
- Mehrere Shops oder Länder mit getrennten Sortimenten
- Verbindliche Reaktionszeiten, weil Stillstand direkt Geld kostet
- Ihr Umsatz nähert sich einer Grenze in den Lizenzbedingungen
Umgekehrt gilt: Eine höhere Stufe repariert keinen schlecht gepflegten Shop. Wenn Artikeldaten unsauber sind und der Bestellvorgang hakt, liegt das nicht an der Lizenz.
Was zusätzlich kostet
Die Lizenz ist nur ein Posten. Dazu kommen:
- Hosting — ein Shop braucht mehr als ein Webpaket; siehe Shop-Hosting
- Erweiterungen aus dem Store, meist monatlich
- Zahlungsgebühren, die vom Umsatz abgehen und in keinem Lizenzvergleich stehen
- Betreuung und Updates — ein Shop ist Software, die gepflegt werden muss
- Ihre eigene Zeit für Artikelpflege; nach unserer Erfahrung der größte Posten überhaupt
Rechnen Sie Lizenz plus Hosting plus Betreuung über drei Jahre. Erst diese Summe ist vergleichbar — mit anderen Systemen und mit Mietshops.
Und wenn Sie noch auf Shopware 5 sind
Dann ist die Editionsfrage die zweite. Die erste steht im Beitrag Von Shopware 5 auf Shopware 6: Dort gibt es seit Juli 2024 keinen offiziellen Support mehr.
Wir bauen und betreuen Shopware-Shops, eigene Themes inklusive. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, sagen wir Ihnen im Erstgespräch — auch dann, wenn die Antwort „bleiben Sie bei der Community-Edition" lautet.
Häufige Rückfragen.
Woher die Angaben stammen.
Zuletzt geprüft am 10.10.2026. Bei Themen mit Fristen prüfen wir die Angaben regelmäßig nach — ein veralteter Ratgeber ist schlimmer als keiner.
Wir sehen es uns an.
Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.