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Zuletzt geprüft am 10.10.2026

Zweimal im Jahr Hochbetrieb.

Die Reifensaison entscheidet, ob Kunden wiederkommen. Sie scheitert selten an der Technik in der Werkstatt, sondern an der Organisation davor.

Im Oktober klingelt das Telefon, und während Sie den Termin notieren, sucht jemand im Lager nach dem Satz von letztem Frühjahr. Das ist der Moment, in dem Einlagerung vom Zusatzgeschäft zum Problem wird.

Was folgt, ist keine Produktwerbung, sondern die Reihenfolge, in der wir das in Werkstätten geordnet haben — unabhängig davon, womit sie arbeiten.

Erst der Lagerplatz, dann alles andere

Ein Einlagerungssystem steht und fällt damit, dass jeder Satz eine eindeutige Adresse hat: Regal, Ebene, Platz. Nicht „hinten links".

Vergeben Sie feste Plätze und beschriften Sie das Regal selbst, nicht nur die Reifen. Wer die Plätze durchnummeriert, kann jeden Satz von jedem Mitarbeiter holen lassen — das ist der eigentliche Gewinn, nicht die Software.

Zweiter Punkt: Ein Platz gehört zu einem Fahrzeug, nicht zu einem Kunden. Kunden haben Zweitwagen, verkaufen Autos und ziehen um.

Was bei der Annahme erfasst gehört

  • Kennzeichen und Fahrzeug — die Verbindung zum Satz
  • DOT-Nummer je Reifen — das Alter steht sonst nirgends
  • Profiltiefe je Rad, einzeln, nicht als Mittelwert
  • Felgenart und Zustand, am besten mit Foto
  • Lagerplatz
  • Einlagerungsdatum und vereinbarte Dauer

Die Profiltiefe je Rad ist der Posten, der sich bezahlt macht: Im Frühjahr sehen Sie, welche Sätze im Herbst nicht mehr durchkommen — und das ist Ihre Verkaufsliste, lange bevor der Kunde anruft.

Das Etikett

Ein Aufkleber je Rad oder je Satz, mit Kennzeichen, Platz und einem Code zum Scannen. Das klingt nach Overkill für vierzig Sätze und rechnet sich ab etwa der Hälfte davon.

Der Grund ist nicht das Suchen, sondern das Einräumen: Wer einen Satz ohne Nachdenken an den richtigen Platz zurückstellt, spart jedes Mal zwei Minuten und vermeidet den Fehler, der im Frühjahr eine halbe Stunde kostet.

Der Vertrag und die Haftung

Eine Einlagerung ist rechtlich eine Verwahrung: Sie übernehmen die Sachen eines anderen und schulden Sorgfalt. Zwei Dinge gehören deshalb schriftlich fest: die vereinbarte Dauer und was passiert, wenn der Kunde den Satz nicht abholt.

Ohne Regelung stehen irgendwann Sätze im Lager, die niemandem gehören wollen und Platz kosten. Mit einer klaren Frist und einer Benachrichtigung vorher haben Sie eine Handhabe.

Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Betriebshaftpflicht Kundeneigentum im Lager abdeckt. Das ist ein Anruf bei Ihrem Versicherer und keine Software-Frage — aber es gehört in dieselbe Checkliste.

Die Saison beginnt vor der Saison

Der größte Hebel liegt nicht in der Werkstatt, sondern im Postausgang. Wer im September alle Einlagerungskunden anschreibt und einen Terminvorschlag mitschickt, verteilt die Last über fünf Wochen statt über zwei.

Drei Dinge, die diese Mail enthalten sollte: einen Link zur Terminbuchung, den Hinweis auf gemessene Profiltiefen („Ihr Satz liegt bei 3,2 mm — wir legen Ihnen ein Angebot bei") und eine Telefonnummer für die, die nicht klicken wollen.

Wichtig für die Zustellbarkeit: Rundmails an hunderte Empfänger landen gern im Spam. Was dagegen hilft, steht im Beitrag zur E-Mail-Zustellbarkeit.

Wenn der Kunde selbst nachsehen kann

Die Stufe danach ist ein Kundenportal: Der Kunde sieht, welcher Satz bei Ihnen liegt, wie die Profiltiefen waren und wann der nächste Wechsel ansteht — und bucht den Termin selbst.

Das nimmt vor allem Telefonzeit heraus. In GO Werkstatt ist genau das eingebaut: Reifenhotel mit Lagerplätzen, Etiketten, Rundmail und Portal. Ansehen ohne Anmeldung.

Kurz beantwortet

Häufige Rückfragen.

Das legt jeder Betrieb selbst fest; verbreitet ist eine Saison- oder Jahrespauschale, oft zusammen mit dem Wechsel angeboten. Wichtiger als die Höhe ist, dass der Preis vorher feststeht und auf dem Beleg steht.
Pflicht ist es nicht. Es ist aber die einzige Stelle, an der das Alter der Reifen dokumentiert ist — und damit Ihre Absicherung, wenn ein Kunde später behauptet, der Satz sei neu gewesen.
Zuerst nachweisbar anschreiben, mit Frist. Was danach rechtlich möglich ist, hängt von Ihrer Vereinbarung und vom Einzelfall ab — das klärt ein Anwalt schneller als jedes Forum. Mit einer Regelung im Einlagerungsvertrag stellt sich die Frage meist gar nicht.
Bis etwa dreißig Sätze reicht eine gepflegte Tabelle mit festen Lagerplätzen. Darüber wird das Suchen und die Saisonkommunikation zum Engpass, und dann rechnet es sich.
Wenn Sie regelmäßig einlagern: ja, es ist die billigste Anschaffung in der ganzen Kette. Handbeschriftete Klebestreifen überleben zwei Saisons nicht.
Wenn Sie nicht weiterkommen

Wir sehen es uns an.

Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

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