Der Text, den tausend andere auch haben.
Die meisten Shops scheitern nicht an der Technik, sondern an Artikeldaten, die aus dem Katalog des Herstellers kopiert wurden.
Wer einen Shop aufbaut, übernimmt die Artikeldaten vom Lieferanten — verständlich, es sind oft tausende. Das Ergebnis ist ein Shop, dessen Texte wortgleich auf dreißig anderen Seiten stehen.
Für Google gibt es dann keinen Grund, ausgerechnet Sie zu zeigen. Für den Kunden gibt es keinen Grund, bei Ihnen zu kaufen. Beides ändert man an derselben Stelle.
Die Felder, die tatsächlich etwas bewirken
Der Artikelname. Der wichtigste Text im ganzen Shop. Aufbau: Marke, Modell, entscheidendes Merkmal, Variante. „Werkstattwagen 7 Schubladen bestückt 245-teilig" findet jemand. „Modell WW-7B" nicht.
Die kurze Beschreibung. Zwei Sätze, die eine Frage beantworten: Für wen ist das und wofür? Sie steht in Listen, Suchergebnissen und Vergleichen — oft ist sie das Einzige, was gelesen wird.
Die lange Beschreibung. Hier gehört Ihr Wissen hinein, nicht die Prosa des Herstellers: Wofür wird das Teil in der Praxis genommen, was passt dazu, worauf muss man achten, was unterscheidet es vom günstigeren Nachbarartikel. Drei eigene Absätze schlagen zwei Seiten Katalogtext.
Die technischen Eigenschaften als saubere Felder, nicht als Fließtext. Maße, Gewicht, Material, Anschluss, Leistung. Daraus entstehen Filter, Vergleiche und ein guter Teil der Suchtreffer.
Die Bilder. Mehrere je Artikel, freigestellt plus eine Anwendungssituation, groß genug zum Zoomen, und mit einem beschreibenden Alternativtext — der ist Pflicht für Barrierefreiheit und wird von der Bildersuche gelesen.
Varianten richtig aufbauen
Eine Hose in fünf Größen und drei Farben ist ein Artikel mit Varianten, nicht fünfzehn Artikel. Wer das falsch anlegt, bekommt fünfzehn Seiten, die einander Konkurrenz machen, und einen Shop, in dem Filter nicht funktionieren.
Faustregel: Eigenschaften, nach denen Kunden filtern, gehören in Variantenachsen. Eigenschaften, nach denen sie suchen, gehören zusätzlich in den Namen.
Strukturierte Daten
Damit Google Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen direkt im Suchergebnis zeigen kann, brauchen Artikelseiten strukturierte Daten vom Typ Product mit Offer. Moderne Shopsysteme liefern das mit — prüfen sollte man es trotzdem, denn Themes bauen es gern kaputt.
Zwei Fallen: Bewertungssterne nur dann auszeichnen, wenn es echte Bewertungen gibt, und Preis sowie Verfügbarkeit müssen zu dem passen, was auf der Seite steht. Beides prüft Google automatisiert.
Die Suche im eigenen Shop
Unterschätzt: Die interne Suche ist in vielen Shops der meistgenutzte Weg zum Artikel — und gleichzeitig der am schlechtesten gepflegte.
Sehen Sie sich an, wonach Ihre Besucher suchen und was dabei keine Treffer bringt. Diese Liste ist das ehrlichste Feedback, das Sie bekommen können: Sie zeigt, welche Begriffe Ihre Kunden benutzen und welche Artikel Sie nicht haben oder falsch benannt haben.
Pflegen Sie Synonyme. Wenn Kunden „Winkelschleifer" eingeben und Ihre Artikel „Trennschleifer" heißen, ist das kein Suchproblem, sondern ein Datenproblem.
Die Reihenfolge, wenn die Zeit knapp ist
Niemand pflegt dreitausend Artikel von Hand. Deshalb in dieser Reihenfolge arbeiten:
- 1. Die zwanzig Artikel mit dem meisten Umsatz — vollständig und eigenständig
- 2. Die Kategorietexte — eine gute Kategorieseite rankt oft besser als jede Artikelseite
- 3. Die Eigenschaften über den ganzen Stamm — Felder, nicht Fließtext
- 4. Der Rest — nach Bedarf, nicht nach Alphabet
Wer am Anfang mit dreißig gut gepflegten Artikeln startet statt mit dreihundert halbfertigen, hat am Ende mehr verkauft.
Häufige Rückfragen.
Wir sehen es uns an.
Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.