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Shopware 6 · 2026

Ein Dorfladen liefert nicht wie ein Paketdienst.

Lebensmittel online zu verkaufen ist etwas anderes, als Kartons zu verschicken. Waren sind gekühlt, Touren fahren an festen Tagen, auf Flaschen liegt Pfand, und was drin ist, muss rechtlich sauber danebenstehen. Für diesen Shop haben wir all das gebaut, weil es das fertig nicht gibt.

Dieser Shop ist nicht öffentlich erreichbar. Er wurde vollständig entwickelt, ist aber nie in den Verkauf gegangen — das Projekt mit dem Betrieb endet im September 2026. Wir zeigen ihn als Arbeitsprobe, nicht als laufenden Shop, und nennen deshalb auch keine Zahlen zu Bestellungen oder Umsatz.

Die Aufgabe

Worum es ging.

Ein Dorfladen wollte seine Kundschaft auch dann erreichen, wenn sie nicht vorbeikommt. Die Anforderungen kamen nicht aus dem Marketing, sondern aus dem Alltag des Ladens.

Ausgeliefert wird nicht täglich, sondern an bestimmten Tagen und in einem begrenzten Umkreis. Es gibt einen Mindestbestellwert, weil sich eine Fahrt für zwei Joghurts nicht rechnet. Auf Getränkeflaschen und Kisten liegt Pfand, das korrekt auf der Rechnung stehen muss. Und bei Lebensmitteln schreibt die EU-Lebensmittelinformationsverordnung vor, welche Angaben vor dem Kauf sichtbar sein müssen — Allergene, Zutaten, Nährwerte, Herkunft.

Shopware 6 ist ein gutes Fundament, aber für keinen dieser Punkte gebaut. Alles, was hier steht, ist eigener Code in einem eigenen Erweiterungspaket.

Der Unterschied

Was ein Standardshop nicht kann.

Jeder Punkt hier ist eigener Code — kein gekauftes Modul, keine Erweiterung aus dem Store, die man anklickt.

Liefertermin im Bestellvorgang

Kunden wählen beim Bestellen ein Zeitfenster aus, das es wirklich gibt. Die verfügbaren Termine kommen aus einer eigenen Verwaltung im Hintergrund — der Laden trägt dort ein, wann gefahren wird, und der Shop bietet nur das an.

Pfand als eigene Position

Der Pfandbetrag steht am Artikel und wird bei jeder Warenkorbberechnung automatisch als eigene Zeile ergänzt. Standard-Shopware kann das nicht. Für einen Laden mit Getränken ist es keine Spielerei, sondern Voraussetzung.

Liefergebiets-Prüfung vor der Bestellung

Postleitzahl eingeben, Antwort bekommen. Das verhindert die unangenehmste Sorte Bestellung: die, die man hinterher absagen muss.

Lebensmittelkennzeichnung an der richtigen Stelle

Allergene, Nährwerte, Zutaten, Herkunft, Füllmenge und EAN stehen in eigenen Reitern auf der Produktseite — nicht in die Beschreibung gequetscht, wo sie niemand findet und wo sie rechtlich fragwürdig sind.

Was der Kunde im Laden davon hat

Der wichtigste Teil ist nicht sichtbar: Der Betrieb pflegt seine Liefertage selbst. Ohne uns anzurufen, ohne einen Programmierer, ohne Wartezeit. Wer an einer Woche nicht fahren kann, nimmt das Zeitfenster heraus, und der Shop bietet es nicht mehr an.

Beim Pfand dasselbe Prinzip: Der Betrag hängt am Artikel, nicht im Code. Ein neues Getränk anlegen heißt, den Pfandbetrag einzutragen — der Rest passiert von allein.

Warum so viel Wert auf das Handy gelegt wurde

Die Kundschaft eines Dorfladens sitzt nicht am Schreibtisch. Sie steht in der Küche, merkt, dass etwas fehlt, und greift zum Telefon. Deshalb hat der Shop eine feste Leiste am unteren Bildschirmrand mit den wichtigsten Wegen, eine eigene mobile Navigation und einen WhatsApp-Knopf.

Der WhatsApp-Knopf war eine bewusste Entscheidung gegen das Kontaktformular. Für diese Kundschaft ist eine kurze Nachricht die natürlichere Art zu fragen, ob es diese Woche Zwiebelkuchen gibt.

Was noch nicht fertig ist

Zwei Dinge sind angelegt, aber noch nicht abgeschlossen: die Schnellfilter für vegan, bio, glutenfrei und vegetarisch sowie die Vorschlagsliste in der Suche. Beide sind gestaltet, aber noch nicht in vollem Umfang in Betrieb.

Wir schreiben das hierhin, statt es wegzulassen. Eine Referenz, in der alles fertig aussieht, ist selten eine ehrliche.

Für Technikinteressierte

Was darunter liegt.

Dieser Abschnitt ist für Leser, die wissen wollen, wie es gebaut ist. Wenn Sie das nicht interessiert, verpassen Sie nichts.

Lieferlogik

  • Eigener Controller mit Routen für Zeitfenster
  • Eigene Datenbanktabelle für die Termine
  • Twig-Override im Bestellabschluss für den Terminwähler
  • Lieferkalender im Fußbereich, Delivery-Bar im Kopfbereich

Pfand

  • Eigener Subscriber als CartProcessorInterface
  • Betrag und Typ aus Custom Fields am Artikel
  • Automatische eigene Warenkorbposition

Lebensmittelangaben

  • Eigenes Custom-Field-Set mit Booleschen und Textfeldern
  • Vegan, Bio, Vegetarisch, Glutenfrei
  • EAN, Füllmenge, Allergene, Nährwerte, Zutaten, Herkunft
  • Eigene Produktreiter über Template-Override

Oberfläche

  • Eigenes Erweiterungspaket, 15 SCSS-Teildateien
  • Eigene Produktkarten mit Kennzeichen aus den Custom Fields
  • Eigene Kategorienavigation mit Ausklappmenü
  • Eigenes Cookie-Fenster statt Standardbanner
  • Bestellbestätigung im Erscheinungsbild des Ladens
Häufige Fragen dazu

Was Interessenten wissen wollen.

Nicht in dieser Form. Shopware kennt Versandarten, aber keine Touren mit festen Ausfahrtagen, Liefergebiet und pflegbaren Zeitfenstern. Das ist eine eigene Entwicklung.
Ja. Der Pfandbetrag und die Pfandart stehen am Artikel, es lassen sich also Flaschen, Kisten und andere Gebinde unterschiedlich behandeln.
Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Wer Lebensmittel im Fernabsatz verkauft, muss bestimmte Angaben vor dem Kaufabschluss bereitstellen — unter anderem Zutaten, Allergene und Nährwerte. Das betrifft jeden Shop mit Lebensmitteln, auch kleine.
Die Bausteine ja, die Einstellungen nicht eins zu eins. Liefergebiet, Touren, Mindestbestellwert und Sortiment sind bei jedem Betrieb anders. Der Aufwand liegt deutlich unter einem Neubau, aber es ist kein Knopfdruck.
Nächster Schritt

Sie haben etwas Vergleichbares vor?

Im Erstgespräch klären wir, ob sich der Aufwand für Ihr Sortiment rechnet — und sagen es auch, wenn nicht.

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