Der Eintrag, der mehr bringt als die Website.
Wer im Ort gefunden werden will, kommt an den drei Treffern mit der Karte nicht vorbei. Darüber entscheidet nicht Ihre Website, sondern ein Eintrag, den viele einmal angelegt und nie wieder angesehen haben.
Bei einer Suche mit Ortsbezug stehen über den blauen Links drei Einträge mit Karte. Sie bekommen einen erheblichen Teil der Klicks — und sie werden nicht nach denselben Regeln vergeben wie die Treffer darunter.
Für einen Betrieb mit Ladenlokal oder Einzugsgebiet ist das oft der lohnendere Ort als Platz vier bis zehn in der Liste.
Was die Reihenfolge bestimmt
Google nennt selbst drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.
Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen. Die Relevanz kommt daher, wie vollständig und passend Ihr Eintrag ist. Die Bekanntheit speist sich aus Bewertungen, Erwähnungen im Netz und der Frage, ob Ihre Firmendaten überall gleich lauten.
Zwei von drei haben Sie in der Hand.
Der Punkt, der am meisten schadet
Uneinheitliche Firmendaten. Name, Anschrift und Telefonnummer müssen überall identisch sein: im Profil, im Impressum, in Verzeichnissen, auf Ihren Social-Media-Seiten.
Das klingt nach Erbsenzählerei und ist es nicht. Google gleicht diese Angaben ab, um sicherzugehen, dass es einen echten Betrieb vor sich hat. Wer in drei Verzeichnissen mit drei verschiedenen Telefonnummern steht, sät genau den Zweifel, den er nicht säen will.
Wir sehen das regelmäßig — meist nach einem Umzug, einer Umfirmierung oder einem Nummernwechsel. Der alte Eintrag von 2018 lebt weiter, weil niemand mehr weiß, dass es ihn gibt.
Und doppelte Einträge derselben Firma sind besonders schädlich: Für Google sind das zwei Betriebe unter einer Anschrift.
Was in den Eintrag gehört
Der Name, wie er wirklich lautet. Nicht „Müller Fliesen — Ihr Fliesenleger in Nagold, Bäder, Sanierung". Das ist ein Verstoß gegen die Richtlinien und wird zurückgesetzt oder gemeldet. Der Name ist der Name.
Die richtige Hauptkategorie. Der einflussreichste Einzelwert im ganzen Eintrag. Nehmen Sie die, die Ihr Kerngeschäft trifft, nicht die breiteste. Weitere Kategorien können ergänzt werden, aber die erste zählt am meisten.
Ein Tipp, der oft übersehen wird: Sehen Sie in Ihren Suchdaten nach, wonach tatsächlich gesucht wird. Es kommt vor, dass ein Betrieb für ein Nebenthema deutlich besser gefunden wird als für sein Kerngeschäft — dann gehört dafür eine eigene Kategorie hinein.
Leistungen einzeln eintragen. Jede Leistung mit ein paar Sätzen. Das ist Fleißarbeit und einer der wenigen Textbereiche im Profil, die wirklich gelesen werden.
Fotos. Außenansicht, Innenansicht, Team, Arbeitsergebnisse. Echte Fotos, keine Stockbilder — Besucher erkennen den Unterschied, und Profile mit Fotos werden messbar häufiger angeklickt.
Öffnungszeiten, auch die besonderen. Feiertage und Betriebsferien eintragen. Nichts ärgert mehr als eine verschlossene Tür trotz „geöffnet".
Bewertungen
Der stärkste Hebel bei der Bekanntheit — und der unbequemste, weil er von anderen abhängt.
Fragen Sie aktiv. Nicht „schreiben Sie mal was", sondern eine kurze Mail nach Projektabschluss mit einem Direktlink. Der Unterschied in der Rücklaufquote ist erheblich.
Antworten Sie auf jede Bewertung. Auf gute kurz, auf schlechte sachlich. Wer auf Kritik ruhig und lösungsorientiert antwortet, überzeugt die Mitlesenden mehr, als eine fünfte Fünf-Sterne-Bewertung es könnte.
Kaufen Sie keine. Das fliegt auf, und die Folge ist nicht nur die Löschung der gekauften.
Und sammeln Sie nicht alle auf einmal. Zwanzig Bewertungen an einem Dienstag sehen nach etwas aus, das sie nicht sein sollen. Stetig ist besser als viel.
Was wenig bis nichts bringt
Beiträge im Profil. Sie sind nach kurzer Zeit nicht mehr sichtbar und wirken sich kaum auf die Reihenfolge aus. Wer die Zeit hat: gern. Wer sie nicht hat: es gibt Wichtigeres.
Schlagwörter im Firmennamen. Siehe oben — Richtlinienverstoß.
Ein zweites Profil für eine zweite Leistung. Ein Betrieb, ein Profil. Alles andere wird als Dublette behandelt.
Was zuerst
Wenn Sie eine halbe Stunde haben, in dieser Reihenfolge:
1. Firmendaten prüfen und überall angleichen — Profil, Impressum, Verzeichnisse 2. Doppelte Einträge suchen und löschen lassen 3. Hauptkategorie prüfen 4. Leistungen eintragen 5. Vier bis fünf echte Fotos hochladen
Die ersten beiden Punkte sind unspektakulär und wirken am stärksten.
Häufige Rückfragen.
Wir sehen es uns an.
Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.