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Zuletzt geprüft am 28.08.2026

Angekommen ist nicht zugestellt.

Eine Mail, die im Spam-Ordner liegt, ist verloren — und Sie erfahren es nie. Seit Anfang 2024 prüfen Google und Yahoo strenger, wer senden darf. Drei Einträge entscheiden darüber.

Das Unangenehme an schlechter Zustellbarkeit ist, dass sie sich nicht meldet. Keine Fehlermeldung, kein Hinweis. Die Mail geht raus, sie kommt nirgends an, und beide Seiten warten.

Bei Angebotsmails und Auftragsbestätigungen ist das teuer.

Was seit 2024 gilt

Anfang 2024 haben Google und Yahoo ihre Anforderungen an Absender verschärft. Wer regelmäßig Mails an Gmail- oder Yahoo-Adressen schickt, muss sich authentifizieren — sonst wird zugestellt, was durchrutscht, und der Rest landet im Spam oder wird abgewiesen.

Da in Deutschland ein großer Teil der Privatadressen bei Gmail, GMX oder Web.de liegt und diese Anbieter ähnliche Maßstäbe anlegen, betrifft das praktisch jeden Betrieb.

Die drei Einträge

Alle drei sind Einträge im DNS Ihrer Domain. Sie kosten nichts und sind in einer halben Stunde gesetzt.

SPF legt fest, welche Server für Ihre Domain senden dürfen. Der empfangende Server sieht nach: Kommt die Mail von einem der erlaubten Absender? Wenn nein, ist das ein schlechtes Zeichen.

Die häufigste Falle: Sie versenden über mehr Wege, als Sie denken. Der Mailserver Ihres Hosters, das Kontaktformular der Website, der Newsletterdienst, die Rechnungssoftware, vielleicht ein Shop. Jeder davon muss im SPF stehen. Fehlt einer, gehen genau dessen Mails verloren — und weil das die selteneren sind, fällt es lange nicht auf.

DKIM setzt eine Signatur unter jede Mail. Der Empfänger prüft mit einem öffentlichen Schlüssel aus Ihrem DNS, ob die Mail unterwegs verändert wurde und ob sie wirklich von Ihnen stammt.

DMARC sagt dem Empfänger, was er tun soll, wenn SPF oder DKIM nicht passen: nichts, in den Spam, oder abweisen. Und — das ist der wertvolle Teil — DMARC kann Ihnen Berichte schicken, wer in Ihrem Namen Mails verschickt.

Der Weg, den wir empfehlen

Erst SPF und DKIM sauber setzen. Bei Plesk lässt sich beides in den Mail-Einstellungen der Domain aktivieren; die passenden DNS-Einträge legt Plesk selbst an. Bei anderen Anbietern steht es unter E-Mail-Authentifizierung.

Dann DMARC vorsichtig einführen. Beginnen Sie mit p=none. Das ändert nichts an der Zustellung, schickt Ihnen aber Berichte. Nach ein paar Wochen sehen Sie, welche Systeme in Ihrem Namen senden — und finden dabei fast immer eines, an das niemand gedacht hat.

Erst danach verschärfen. Wenn alle Ihre Absender sauber laufen, auf p=quarantine und später p=reject. Wer gleich mit reject anfängt, sperrt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit selbst aus — nämlich genau die Rechnungssoftware, an die niemand gedacht hat.

Was sonst noch zählt

Senden Sie von Ihrer eigenen Domain. Eine Auftragsbestätigung von einer GMX-Adresse ist nicht authentifizierbar und wirkt zudem unprofessionell.

Antwortadresse und Absender sollten zusammenpassen. Absender noreply@, Antwort geht an eine ganz andere Domain — das ist ein Muster, das Spamfilter kennen.

Ein Abmeldelink in Newslettern, der mit einem Klick funktioniert. Wer keinen findet, klickt auf „Spam", und das schadet mehr als eine Abmeldung.

Prüfen Sie es einmal selbst

Schicken Sie eine Testmail aus jedem System, das in Ihrem Namen versendet — Postfach, Kontaktformular, Newsletter, Rechnungsprogramm, Shop — an je eine Gmail- und eine GMX-Adresse. Sehen Sie im Spam-Ordner nach.

Das dauert zwanzig Minuten und ist die einzige Prüfung, die wirklich etwas aussagt.

Kurz beantwortet

Häufige Rückfragen.

Meist weil die Authentifizierung fehlt oder unvollständig ist. Ohne SPF und DKIM kann der empfangende Server nicht feststellen, ob die Mail wirklich von Ihrer Domain stammt — und behandelt sie im Zweifel als verdächtig.
SPF legt fest, welche Server für Ihre Domain senden dürfen. DKIM signiert jede Mail, damit der Empfänger Echtheit und Unversehrtheit prüfen kann. DMARC sagt dem Empfänger, was bei einem Fehlschlag geschehen soll, und liefert Berichte darüber, wer in Ihrem Namen versendet.
Besser nicht. Beginnen Sie mit p=none und werten Sie die Berichte aus. Fast jeder Betrieb versendet über mehr Systeme, als ihm bewusst ist — und mit reject sperren Sie diese sofort aus.
Ja. Die Anforderungen gelten zwar besonders für Massenversender, aber die Bewertung der Echtheit findet bei jeder Mail statt. Gerade wer selten schreibt, hat keine Zustellhistorie, die für ihn spricht.
Quellen

Woher die Zahlen stammen.

Zuletzt geprüft am 28.08.2026. Bei Themen mit Fristen prüfen wir die Angaben regelmäßig nach — ein veralteter Ratgeber ist schlimmer als keiner.

Wenn Sie nicht weiterkommen

Wir sehen es uns an.

Kurze Frage oder ganzes Vorhaben — das Erstgespräch kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

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